Inhaltsstoffe

Mit viel Umsicht und Liebe entstehen aus natürlichen Inhaltsstoffen kreative Pflegebomben. Dabei sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Um Ihnen einen Einblick über die einzelnen Bestandteile einer Naturseife zu geben, habe ich untenstehend einen Teil von möglichen Inhaltsstoffen mit zusätzlichen Informationen für Sie zusammengestellt. Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Fette & Öle


Aprikosenkernöl

 (Prunus armenicae)

Dieses Öl ist für jeden Hauttyp geeignet. Aprikosenkernöl hat ähnliche Eigenschaften wie Mandelöl. Besonders davon profitieren soll trockene, empfindliche Haut.

Avocadoöl

(Persea gratissima)

Dieses vitaminreiche Öl wird aus den Kernen der Avocadofrucht gewonnen. Avocadoöl wird von der Haut sehr schnell und gut absorbiert.

Distelöl

(Carthamus tinctorius)

Dieses Öl weist einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf. Es ist leicht und hautpflegend.

Erdnussöl

(Arachis hypogaea)

Dieses Öl zieht nur langsam in die Haut ein. In seltenen Fällen kann Erdnussöl Allergien auslösen.

Jojobaöl

(Simmondsia chinensis)

Das Jojobaöl ist eigentlich ein flüssiges Wachs. Es wird aus einer Nuss gewonnen. Der bis zu 3 m hohe Baum ist in den USA und Mexiko beheimatet. Das Jojobawachs ist sehr hautpflegend.

Kakaobutter

(Theobroma cacao)

Kakaobutter kennen wir vor allem als Bestandteil von Schokolade. Er sorgt für harte Seifen und schützt die Haut.

Kokosfett

(Cocos nucifera)

Das Kokosfett stammt aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Bei der Seifenherstellung sorgt es für harte, gut schäumende Seifen und wird deshalb häufig als Bestandteil eingesetzt.

Maiskeimöl

(Zea mays)

Dieses weiche Öl besticht durch seinen hohen Vitamingehalt. Es ist pflegend und für jeden Hauttyp geeignet.

Macadamiaöl

(Macadamia ternifolia)

Macadamiaöl ist ein hautpflegendes Öl, das in der Kosmetik gerne bei empfindlicher und trockener Haut eingesetzt wird. Bei einer bekannten Allergie auf Macadamianüsse kann dieses Öl zu allergischen Reaktionen führen.

Mandelöl

(Prunus dulcis)

Dieses bereits im Altertum für Schönheitspflege verwendete Öl wirkt pflegend und schützend. Ideal auch bei trockener Haut. Bei bekannter Nussallergie kann Mandelöl zu allergischen Reaktionen führen.

Olivenöl

(Olea europaea)

Das Olivenöl wird schon seit Jahrhunderten für seine Eigenschaften geschätzt und gibt besonders milde Seifen. Bei der Seifenherstellung wird es in reiner Form aber auch für Kräuterauszüge (Kamillen, Rosmarin, Ringelblume...) oder als Pflanzenfarbauszug (Alkanna, Annatto) verwendet.

Pflanzenfett

Das von uns verwendete Pflanzenfett ist eine Mischung aus Palmöl und Sonnenblumenöl.

Rapsöl

(Brassica campestris, Brassica napus)

Rapsöl ist ein einheimisches Öl. Es ist geeignet für empfindliche Haut und sorgt für Feuchtigkeit.

Reiskeimöl

(Oryza sativa)

Reiskeimöl wird in Japan traditionell zur Schönheitspflege eingesetzt. Doch auch bei uns wird es je länger je mehr in Crèmes und in der Naturkosmetik verwendet. Reiskeimöl enthält viel Vitamin E.

Rizinusöl

(Ricinus communis)

Rizinusöl ist ein feuchtigkeitsspendendes, hautpflegendes Öl. In der Seifenherstellung verstärkt Rizinusöl die Schaumqualität der verwendeten Fette und Öle.

Sesamöl

(Sesamum indicum)

Sesamöl wird in Indien zur Hautpflege verwendet, kann aber auch als Massageöl eingesetzt werden.

Sojaöl

(Glycine max.)

Sojaöl dringt gut in die Hornschicht der Haut ein und macht sie wieder weich und geschmeidig. Bei bekannter Sojaallergie ist Vorsicht geboten.

Sonnenblumenöl

(Helianthus annus)

Seit dem 18. Jahrhundert wird aus den Kernen der Sonnenblume Öl hergestellt. Sonnenblumenöl soll die Haut vor Umwelteinflüssen schützen.

Traubenkernöl

(Vitis vinifera)

Das Traubenkernöl zieht rasch in die Haut ein ohne einen Film zu hinterlassen. Daher wird es in der Naturkosmetik oft für die Herstellung von Handcrèmes verwendet. Traubenkernöl gibt milde und für empfindliche Haut gut geeignete Seifen. In Shampoo-Seifen pflegt es das Haar ohne einen Film zu hinterlassen.

Bienenwachs

(Cera)

Bienenwachs wirkt hautpflegend. Es hinterlässt einen Film auf der Haut und schützt so strapazierte Haut. Reines Bienenwachs enthält Blütenpollen.

 

Farbstoffe

Wo immer möglich färbe ich die Seifen mit natürlichen Erden, Pflanzen und Kräutern ein. Die untenstehende Tabelle bietet nur einen sehr kleinen Einblick in meine Palette natürlicher und chemischer Seifenfarben.

CI77007

ultraviolett oder ultramarin

Naturfarbe, mineralisches Lazurit

CI77891

weiss

 

Titandioxid ein Metalloxid, das in der Erdkruste in 3 kristallinen Modifikationen vorkommt: Brookit, Anatas und Rutil

 

CI77499

schwarz

 

mineralisches Trieisentetraoxid

 

CI74260

grün

Kosmetischer Farbstoff: Polychlorkupferphthalocyanin wird durch Chlorierung von Kupferphthalocyanin in einer Aluminiumchlorid-/Natriumchlorid-Schmelze gewonnen.

CI R 102

 

roter Ocker aus Roussillon

Kaolin (weisse Tonerde) und Eisenoxid

Tonerde gelb

gelb

 

Tonerde Illite: Enthalten sind vor allem Silizium, Aluminium, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor, Natrium, Potassium, Kupfer, Zink, Selen, Kobalt, Mangan

Tonerde grün

grün

 

Tonerde Illite: Enthalten sind vor allem Silizium, Aluminium, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor, Natrium, Potassium, Kupfer, Zink, Selen, Kobalt, Mangan.

 

Tonerde rosa

rosa

Tonerde Kaolin, Argile rose

CI77491

rot

mineralisches Dieisenoxid

Indigo

 

Indigo ist ein tiefblauer Farbstoff der aus der indischen Idigopflanze gewonnen wird. Sie wurde im Mittelmeerraum bereits in der Antike zum Färben benutzt.

 
     

Duft & Aroma

Ätherische Öle*
wenn immer möglich verwenden wir ätherische Öle als Aromazusätze. Zu den am häufigsten verwendeten Ölen gehören:

Bergamotte

 (Citrus bergamia)

Das ätherische Öl stammt meist aus Kalabrien, da dort Bergamottebäume ausschliesslich für die Essenzgewinnung kultiviert werden. Es wird aus der Fruchtschale der Zitrusfrucht gewonnen. Der Duft des Bergamotteöls ist vielen bekannt vom Earl-Grey-Tee.
Bei hautempfindlichen Personen kann Bergamotte zu Hautirritationen führen.

Grapefruits

(Citrus paradisi)

Ein fruchtiger, leicht herber, grüner und voller Duft, der aus der Schale der Grapefruitsfrucht gewonnen wird. Hautempfindliche Personen können auf Grapefruitsöl reagieren.

Kamille

(Ormenis multicaulis)

Wir verwenden das marokkanische Kamillenöl oder Kamille blau.

Lavendel

(Lavendula officinalis)

Ein Hauch Frankreich... Der echte Lavendel wird in Monokulturen sowie von Bio- und Demeterbauern angebaut und besitzt etwa 100 verschiedene Inhaltsstoffe.

Lemongrass

(Cymbopogon flexuosus)

Das frische, süssliche, zitrusartige Lemongrassöl stammt von der robusten Zitronengras Pflanze.

Linaloeholz

(Bursera delpechiana)

Linaloeholz stammt aus Brasilien und wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen.

Litsea

(Litsea cubeba)

Das frische, zitronenähnliche Öl stammt von einem exotischen Baum aus China, dessen pfefferartige Früchte ebenso wie die Blüten und Blätter destilliert werden.

Neroli

(Citrus aurantium ssp. aurantium)

Ein intensiver, zart blumiger Blütenduft. Viele Menschen erinnern sich sofort an das bekannte Kölnischwasser. Das ätherische Öl wird aus Bitterorangenblüten gewonnen.

Orange

(Citrus sinensis)

Die Essenz der Schalenpressung stammt meist aus Sizilien.

Petit Grain

(Citrus aurantium var. amara)

Das Öl wird aus den Blättern und Zweigen der Bitterorange gewonnen.

Pfefferminze

(Mentha piperita)

Das klare ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus getrockneten Blättern gewonnen.

Rosengeranie

(Pelargonium graveolens)

Das rosige, blumige Öl der Pelargonie ist seit langem bekannt. Das wasserdampfdestillierte Öl stammt meist aus Neapel, Ägypten, La Réunion sowie den Mittelmeerländern.

Rosmarin

(Rosmarinus officinalis)

Das klare Öl wird aus dem Kraut des Rosmarinstrauchs gewonnen. Die Hauptanbaugebiete sind Frankreich, Portugal, Italien, Tunesien und Korsika.

Salbei

(Salvia officinalis)

Destilliert wird das Kraut der Salbeipflanze vorwiegend in Frankreich, Dalmatien und Bulgarien.

Teebaum

(Melaleuca alternifolia)

Beheimatet ist der Teebaum vorwiegend in Australien und Neuseeland. Das Öl wird durch Destillation der Blätter und Zweige gewonnen.

Thymian

(Thymus vulgaris)

Der Thymian wächst im gesamten Mittelmeerraum. Kein Wunder weckt sein Duft Erinnerungen an einen frühsommerlichen Spaziergang auf einer Mittelmeerinsel. Der Duft wird meist vom blühenden Kraut gewonnen.


Parfümöle*
manchmal ist es nicht möglich gewisse Duftnoten durch ätherische Öle abzudecken oder die natürliche Essenz ist allergener als die synthetische.
In diesem Fall kommen Parfümöle zum Einsatz.

Beispiele: Jasmin, Flieder, Frangipani, Mango, Neroli, Rose, Zitrone, Zimt


Natürliche Duftstoffe
als weitere Alternative stellen wir Ölauszüge oder Tees aus Kräutern her, die einen leichten Duft in der fertigen Seife hinterlassen.

Beispiele: Kamille, Lavendel, Salbei, Thymian, Pfefferminze, Rosmarin


*Duftstoffe, ob ätherische oder synthetische, können bei entsprechend veranlagten Personen allergische Reaktionen auslösen.

 

Zusatzstoffe

Der Seife kann fast alles beigesetzt werden. Hier ein paar Beispiele der von uns häufig verwendeten Produkte
(die Liste erhebt keien Anspruch auf Vollständigkeit)

Honig

Wir verwenden Honig von der Imkerei Erwin Ochsner aus Einsiedeln. Honig verbessert die Schaumeigenschaft der Seife und ist ein guter Feuchtigkeitsspender.

Heilerde, Kaolin, 
farbige Tonerde

Heil- und Tonerde sorgt für einen angenehmen Seifenschaum. In Rasierseifen lässt Tonerde die Rasierklinge leichter über die Haut gleiten. Mitunter verwenden wir Tonerde auch zum Marmorieren unserer Seife.

Kaffee

Kaffe verfügt über eine deodorisierende Wirkung. Dies macht ihn zu einer idealen Beilage in Küchenseifen. Er wirkt Knoblauch-, Zwiebelgerüchen etc. an den Händen entgegen.
Kaffeepulver wird auch als Peelingzusatz verwendet.

Bananen

Bananen sorgen für einen cremigen Schaum und ein schönes Hautgefühl.

Avocados

Avocados sorgen ebenfalls für einen cremigen Schaum, ein schönes Hautgefühl und durch ihren hohen Fettanteil für eine entsprechende Rückfettung.

Haferflocken

Sie wirken einerseits als sanftes Peelingmittel und haben andererseits hautberuhigende Eigenschaften.

Schokolade

Durch den hohen Kakaobuttergehalt sorgt Schokolade für eine gute Rückfettung. Zudem dient sie als Farbgeber. Der Schokoladenduft ist in der fertigen Seife noch leicht wahrnehmbar.

Karottensaft

Karottensaft färbt die Seife schön orange. Durch den hohen Betakarotinanteil wirkt Karottensaft als natürliches Antioxidans. Hautpflegend.

Zucker

Zucker verbessert die Schaumeigenschaft der Seife.

Meersalz

Wirkt straffend und durchblutungsfördernd.

Kräuter und Blüten

Wir verwenden, wenn immer möglich, Kräuter aus dem eigenen Garten. Auch Ringelblumenblüten, Lindenblüten, Holunderblüten, Löwenzahn und Spitzwegerich finden den Weg in unseren Seifentopf...

Zitronensäure

Zitronensäure bildet zusammen mit der Natronlauge Natriumcitrat. Dieser natürliche Wasserenthärter wird vor allem in Shampooseifen verwendet und wirkt Kalkseife entgegen.

Kokosmilch

Kokosmilch verhilft der Seife zu besonders cremigem Schaum.

Milchprodukte

Rahm, Milch, Joghurt etc. sorgen für einen feinen Schaum und ein schönes Hautgefühl.

Bier

Bier wird schon seit Generationen vor allem für die Haarpflege verwendet.